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2. Eintrag

Guten Tag
Wie zu erwarten war, war ich gestern die einzige Besucherin auf meiner Seite. Dies wird sich bestimmt bald ändern, denn ich habe diese Seite bei Google angemeldet, dass ändert bestimmt etwas.
Heute habe ich mich sehr über die Ärzte und ihren "Streik" aufgeregt.
Wenn ich diesen verantwortungsvollen Beruf ergreife, hat das dann nicht etwas mit Idealismus zu tun. Ich meine, ein Arzt erlebt die Menschen in ihren schlimmsten Situationen. Was für andere Ausnahmesituationen sind, ist für ihn Alltag. Die Stunden die man arbeitet sind enorm, die Ausbildung dauert lange und man wird vielleicht auch nicht immer gerecht behandelt, aber was muss passieren, dass man sich so Verhält wie der Arzt aus Düsseldorf. Der hat an seine Kassenpatienten einen Flyer verteilt, in dem wird klar gemacht, dass Kassenpatienten Menschen 2. Klasse sind.
Sie müssen 2 Stunden warten (ist für ein Facharzt fast noch gut), Privatpatienten kommen sofort dran. Für eben diese gibt es eine eigene Toilette (Urologe), eigenes Wartezimmer und und und.
Am schlimmsten finde ich aber, dass der Arzt sich für Kassenpatienten nur noch 2 Minuten Zeit nimmt.
2 Minuten?? Ich hoffe das gilt nicht für ein erst Gespräch. Der Arzt hat im Radio auch selbstgefällig erklärt wie er dies erreichen will.
Keine offenen Frage, kein Smalltalk, der Patient soll selbst entscheiden ob Medikamente oder OP.
Hat dieser Man ein Gewissen?
Was kann man da als Patient machen ?
Den Arzt wechseln?
Mitnichten, der Arzt freut sich wenn die unrentablen Kassenpatienten seine Praxis verlassen. Wäre dies mein Arzt würde ich jede Menge fragen stellen und versuchen den zwei Minutenplam zu torpedieren. Meine Meinung
Des weiteren sollte jeder Kassenpatient eine ungleiche Behandlung bei einem Arzt der Kassenärztlichen Vereinigung melden. Diese ist verboten.
Auf der anderen Seite steht natürlich auch die betriebswirtschaftliche Situation des Arztes im Blick behalten.
In dem von mir gerade schon erwähnten Bericht, wurde auch erwähnt, dass die Krankenkassen nur knapp 13 € pro Patient und Quartal zahlen. Im Idealfall schafft der Arzt mit seiner zwei Minutenregel 30 Patienten in der Stunde. Im schlimmsten Fall für ihn sind es alles Kassenpatienten. 30*13 sind 390€ in der Stunde. Eigentlich klingt das nicht schlecht, aber der Arzt hat ja auch Nebenkosten, Praxis, Angestellte, 2 Wartezimmer, 3 Toiletten...
Ein wirtschaftliches Risiko sehe ich bei einer Urologie Praxis in Düsseldorf eher weniger. Ich gehe auch mal davon aus, dass andere Untersuchungen besser bezahlt werden. Zur Not kann man den Patienten ja noch IGEL Leistungen aufquatschen.
Das schlimme ist, es herrscht so ein Fachärztemangel, dass sich die Ärzte sowas erlauben können und von daher werden sie es auch machen. Wirklich übel nehmen kann man es ihnen nicht. Jeder ist sich selbst der nächste.
Obwohl sich die Ärzte schon einmal fragen sollten, warum sie diesen Beruf gewählt haben.
Um reich zu werden bestimmt nicht. Das geht mit einem BWL oder Ingenieur Studium leichter.
11.9.12 20:38
 


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